On the road again! Diesmal mit an Bord: Matthea, Camilla, Laura und Chiara und im Gepaeck Haribo, Schogetten und Musik von Ed Sheeran. Für sein Konzert sind wir 5 nämlich am Freitag nach Atlanta im Bundesstaat Georgia gefahren. Um halb 9 habe ich die anderen eingesammelt und los ging es Richtung Norden, angepeilt waren vom Navi 7 Stunden Fahrt. Durch kleine Pausen und einem Mittagessen bei KFC (zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt, war jetzt aber nicht soooo besonders) wurden dann doch eher 8 Stunden daraus. Alles aber kein Problem, wir hatten ja gute Musik, nette Gesprächsthemen und eigentlich auch noch genügend Zeit bis zum Konzertbeginn. Wir lagen super in der Zeit bis wir in Atlanta ankamen, da fuhren wir nämlich direkt in den Feierabendverkehr und konnten uns nur noch im Schneckentempo vorwärts bewegen. Um 17Uhr waren wir dann endlich im Hotel, hatten dann aber nur noch 1 Stunde zum fertig machen. Also schnell das Zimmer beziehen (sehr schönes Holiday Inn Hotel übrigens mit 2 riesigen Betten und einem sehr bequemen Schlafsofa), umziehen und schön machen für Ed :-) Dafür, dass wir 5 Mädels waren, hat das auch erstaunlich schnell geklappt. 17.45Uhr waren wir alle fertig und bereit loszufahren. Lieber ein bisschen früher los, dachten wir uns, damit wir in der Halle noch ein bisschen Zeit zum Gucken und T-Shirt kaufen haben. Daraus wurde dann erstmal nichts, weil der Feierabendverkehr immer noch nicht durch war und wir für die Strecke von 23 Meilen über eine Stunde brauchten. Dazu kam noch, dass das Gwinnett Center, in dem das Konzert stattfinden sollte überhaupt nicht ausgeschildert war. NIRGENDWO! Und mit der eingegebenen Adresse im Navi waren wir irgendwie auch nicht da wo wir hinwollten. In leichter Panik (wir hatten nur noch 15min bis zum Konzertbeginn) fuhren wir dann einfach in irgendeine Richtung und es war zum Glück auch die richtige. Um 19.20Uhr kamen wir dann endlich an, schnell einen Parkplatz gesucht (zum Glück gab es davon reichlich) und rein. Wir hatten dann auch nur noch kurz Zeit um auf Toilette zu gehen, was zu trinken und eine Brezel zu kaufen bevor von drinnen Musik erklang. Schnell reinlaufen dachten wir uns, wir verpassen sonst den Anfang, aber es war dann doch erst noch die Vorband "Rudimental" (noch nie von denen gehört, aber ganz ok), bevor Ed selbst dann so gegen 20.15Uhr auf die Buehne kam.

Und was soll man dazu sagen? Es war einfach LEGEN - wartet es kommt gleich - DÄR! Legendär! Der Mann ist einfach grossartig! Nur er und seine Gitarre(n), keine Begleitband, keine Backgroundtaenzer oder -saenger. Super war das und Gänsehaut pur, wenn er Balladen gesungen hat! Live ist er richtig gut, seine Songs hören sich dann wirklich genau so an wie auf CD und ... ach ich kann es gar nicht beschreiben. Die lange Fahrt hat sich sowas von gelohnt! Natürlich hat er auch "I see fire" vom Hobbit-Film gesungen, das war so mein Highlight, weil im Hintergrund auf den Leinwänden Feuer war und Szenen aus dem Film gezeigt wurden. Dann hat er natürlich auch die Songs von seinem alten Album gesungen, die jeder mitsingen konnte und viele vom neuen, die ich noch nicht so gut kannte, aber die auch richtig gut waren. Leider ging das Konzert dann viel zu schnell vorbei :-( Aber wir haben uns alle noch T-Shirts gekauft und sind super glücklich zurück ins Hotel gefahren.

Am nächsten Morgen haben wir nach einem leckeren Frühstück im Hotel (Rührei, frisches Obst, selbst gemachte Waffeln, Bagels und Muffins) beschlossen, Atlanta ein bisschen zu erkunden. Wir fuhren dann in die Nähe des Olympiaparks, der sehr zentral in der Stadt liegt. In Atlanta haben nämlich 1996 die olympischen Sommerspiele stattgefunden und es gibt dafür einen eigenen Park mit Statuen, einer nachgebildeten Fackel, den Olympiaringen und einem Springbrunnen. Vom Park aus kann man auch die Hochhäuser drum herum alle sehen. Ehrlich gesagt, war das aber auch schon das einzige interessante da. Atlanta ist nach meinem Besuch in Chicago leider unspektakulaer gewesen und ein bisschen langweilig. Gut, dass wir nur den einen Tag dort hatten. Um den Tag aber noch rumzubekommen haben wir eine Backstage-Tour durch die CNN-Studios gemacht. Wir durften uns die Technik hinter dem Sender ansehen, einen Blick ins Studio werfen und sehen wie so ein Nachrichtensprecher arbeitet. Unser Fuehrer Anderson hatte auch einen kleinen Narren an uns gefressen. Vor der Tour hat er alle Teilnehmer gefragt wo sie herkommen und als er hörte, dass wir aus Deutschland kommen hat er gleich sein Deutsch ausgepackt (das war auch gar nicht so schlecht). Wir haben dann erzählt, dass wir in Epcot arbeiten und das fand er so interessant, dass er zwischen den einzelnen Abschnitten der Tour immer wieder Fragen dazu gestellt hat. Wir kamen dann auch in einen Raum, wo einer von uns Nachrichtensprecher sein konnte. Das war dann ein kleiner etwa 8-jähriger Junge, der durfte die Nachrichten von so einem Teleprompter vorlesen und für eine Minute Nachrichtensprecher sein :-) Und weil Disney ja einfach überall ist, ging der Text den der Junge vorlesen musste natürlich über Disney World, sogar über Epcot und den norwegischen Pavillon (der soll nämlich vorerst fast ganz geschlossen werden, damit Frozen-World da reinkommt). Fanden wir 5 natürlich super witzig, dass ausgerechnet diese Schlagzeile vorgelesen wurde, Anderson auch. Er hat uns dann auch noch gezeigt, wie so das Wetter präsentiert wird, nämlich vor einem Green Screen und das die Moderatoren dann immer nach links gucken müssen, um zu sehen, wohin sie überhaupt zeigen. Ein bisschen Magic war dann natürlich auch noch dabei. Anderson hat uns noch gezeigt, wie bei Harry Potter z.B. die Szenen mit dem Unsichtbarkeitsumhang gedreht werden. Man zieht sich vor der grünen Wand ein grünes Tuch über und so verschwindet man dann. Hatte zwar nichts mit CNN zu tun, war aber trotzdem interessant. Am Ende konnten wir noch einen kleinen Film über CNN sehen und dann wurden wir alle auf Deutsch verabschiedet. Die anderen Besucher haben sich bestimmt gefragt, was das eigentlich soll, aber wir hatten unseren Spass.

Nach CNN sind wir dann weiter in die World of Coca Cola, denn diese wurde in Atlanta erfunden. Das war auch super interessant, man konnte sehen, wie Cola sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat, wie die Werbung früher aussah und wie sie in verschiedenen Ländern aussieht (Deutschland war auch sehr oft dabei). Wir konnten dann auch wieder einen Film gucken, einen 4D-Film erleben, in dem nach dem Geheimnis von Coca Cola gesucht wurde und am Ende Cola-Getraenke aus aller Welt probieren. Das war super cool, weil man da wirklich aus jedem Kontinent Getränke probieren konnte (umsonst) und da wirklich interessante Sachen dabei waren. Manche waren richtig lecker, manche aber auch einfach nur eklig Süß. Aus Deutschland konnte man übrigens Mezzo-Mix probieren, kennen die Amerikaner nämlich so nicht. Am Ende haben wir auch noch eine Flasche Cola geschenkt bekommen, stilecht in einer Glasflasche mit einem Bierdeckelverschluss.

Eigentlich hatten wir dann auch schon alles interessante von Atlanta gesehen :-) uns fehlte nur noch das Martin Luther King Memorial. Dr. King ist nämlich in Atlanta geboren und aufgewachsen und auch begraben. Wir fuhren dann also in seine Wohngegend, die total nach Südstaaten aussah. So kleine Häuser mit Veranden, Schaukelstühlen und diesem typischen Charme. Wir waren dann am Geburtshaus von Martin Luther King, sind in seiner Nachbarschaft rumgelaufen und haben versucht uns vorzustellen, wie er dort gelebt haben mag. Eine Strasse weiter ist dann das eigentliche Memorial, eine Halle mit einer Ausstellung zu seinem Leben (die war aber leider schon geschlossen), seine Kirche und sein Grab. Ein schlichtes weisses Grab auf Wasser gebaut. Wir konnten auch erst gar nicht glauben, dass das wirklich sein Grab sein sollte, weil es so schlicht aussah und wir für so einen bedeutenden Mann in der Geschichte etwas Größeres erwartet hätten, aber Google sagte uns, dass es sich wirklich um sein richtiges Grab handelt.
Zum Abschluss des Tages hatten wir dann noch ein super Abendessen, im BIERGARTEN, einem deutschen Restaurant mit Livemusikanten und super leckerem deutschen Essen. Ach, was habe ich es vermisst. Ich habe natürlich ein Wiener Schnitzel gegessen mit Spätzle, dazu eine Apfelschorle und zum Nachtisch einen Apfelstrudel. Herrlich! So gut habe ich lange nicht gegessen :-)
Am Sonntag sind wir dann wieder zurück Richtung Orlando gefahren, haben aber einen Abstecher über Jacksonville gemacht, weil dort Verwandte von Matthea wohnen, die wir besucht haben. Die haben vielleicht ein tolles Haus und einen super schönen Pool, an dem wir uns von der Fahrt ausruhen durften. Matthea's Tante hat dann sogar noch für uns gekocht, es gab selbstgemachte Lasagne und gekauften Coconut-Cream-Pie. So lecker! Das war dann der perfekte Abschluss unseres Wochenendtrips!